Falerte, Teil 10: Brief an die Schwester

IX: Brief an die Schwester

 

17. 05. 3979, Halkus.

Geliebte Schwester,

ich schreibe dir hiermit eine nur schnelle und kurze Notiz aus Halkus. Ja, richtig, wir sind in der Hauptstadt deines Landes! Aber nur kurz und nur um Vorräte aufzunehmen. Heute Mittag bereits geht es weiter, dann sind wir bis zu vier Wochen auf hoher See, bevor wir den nächsten Hafen erreichen. Gestern Nachmittag erst kamen wir hier an.

Es geht mir gut, doch gestern geschah etwas. Einer der Männer, ein kleiner Kerl namens Zalím, verschwand in der Nacht. Wenn er bis zu unserem Aufbruch nicht wieder erscheint, wird er für vogelfrei erklärt. Ich frage mich nur, was diese Strafe für ihn hier, in einem fremden Land, schon für Bedeutung hätte. Wie dem auch sei, ich hatte Zeit mir Halkus anzusehen. Eine beeindruckende Stadt habt ihr da, alt und schön, doch auch ruhig. Hügel, Meer und Wald – was will man mehr?

Ich werde dir Abschriften meines Tagebuchs mitschicken, damit du über das was mir so geschieht unterrichtet bist. Ich werde deshalb versuchen dort möglichst verständlich zu schreiben. Leider muss ich nun aufhören. Grüße deinen Gemahl und viel Glück euch beiden!

 

Dein Falerte

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