Falerte, Teil 32: Logbuch des Kapitäns Norís

XXX: Logbuch des Kapitäns Norís

 

17. 08. 3979, An Bord der Paruibi

Verdammtes, elendiges Dreckspack! Verdammte verlauste Waldbrut! Verdammt sollen sie alle sein! Wie konnten sie es wagen? Wie konnten sie es wagen dies zu tun? Wir wurden angegriffen! In Scharen kamen sie aus dem Wald und metzelten meine Männer ab, als seien sie nur Schlachtvieh! Alle von ihnen, alle die an Land waren, das Schiff zu ziehen, sind tot! Gut die Hälfte meiner Männer! Und diese eingeborenen Führer, dieses stinkende Gesocks, das dieser Caris Duimé dabei hatte, gehörten dazu! Ihm verpassten sie eine Narbe unter dem Auge, drei seiner Krieger töteten sie. Danach sprangen sie runter ins Wasser und schwommen zu ihren Kumpanen! Die Dreckshunde rissen sich unsere Tiere unter den Nagel und verschwanden einfach wieder im Wald. Ich habe doch immer gewusst, dass man diesem Pack nicht trauen darf! Man sollte die Eingeborenen hier endlich unterwerfen! Niemals hätte man diese Eingeborenen unsere Künste lehren dürfen. Zum Glück schienen die Krieger am Ufer wahre Wilde zu sein. Würden sie sich nicht vor dem Fluss fürchten und ihn anbeten, hätten sie vielleicht wie die für uns arbeitenden Eingeborenen das Schwimmen erlernt. Dann wären wir wohl alle tot.

Und das alles trotz dieser unfähigen sogenannten Kämpfer an Bord. Keiner von ihnen vermochte irgendetwas auszurichten. Die meisten versteckten sich wie ängstliche Ratten vor den Speeren und Pfeilen der Angreifer. Es ist eigentlich ein Wunder, dass dabei niemand ernsthaft verletzt wurde. Duimé widersprach meiner Bitte, dass er sie verfolgen möge. Wir müssen Huális erreichen, meinte er. Ja interessiert es ihn denn überhaupt nicht, was hier geschah?

Nie wieder werde ich für die Armee arbeiten! Ich hoffe mittlerweile nur noch irgendwann lebend zurückkehren zu können. Mir verbleiben nur noch die Hälfte meiner Männer. Vor allem aber schmerzt der Verlust der Tiere. Es wird nun schwer, voranzukommen. Endlich aber dürfen die Krieger an Bord mal nützlich sein und arbeiten, mit anpacken und den Kahn voran ziehen, immer fort bis nach Huális treideln. Immerhin ein wenig Befriedigung für mich. Jetzt sind wir auch endgültig in der Wildnis. An den Ufern sieht man nur noch dichten Wald. Und schon zwei Tage ohne Schiffe aus der Gegenrichtung.

Leave a Response

*