Falerte, Teil 68: 3. Tagebuch des Falerte Khantoë

Drittes Buch

LXVII: 3. Tagebuch des Falerte Khantoë

 

19. 07. 3980, An Bord der ‚Sturmwind‘.

Eigentlich weiß ich kaum, warum ich schon wieder ein neues Tagebuch beginne. Irgendwie ist es mir zur Gewohnheit geworden, alles zu schildern, sowohl um mich zu erinnern als auch um es zu verarbeiten. Viel ist jedoch nicht geschehen. Unsere Reise nach Almez verzögerte sich um einen Tag, da Posselherden auf ihren Reisen teilweise die Straßen versperrten. Ich weiß nicht, wie lange mein Vater noch am Leben sein wird, weshalb mich jede Verzögerung unbehaglich werden lässt, auch wenn die Herden beeindruckend anzusehen waren. Zum dritten Mal kamen wir durch Guijúlon, dass mir mittlerweile fast zu vertraut scheint. Ein letztes Mal konnte ich die Ebenen und Hügel, die weite Landschaft und die zahlreichen wilden Tiere bewundern, dann kamen wir nach Almez.

Dort erwartete uns drei eine große Überraschung, denn unser Schiff in die Heimat ist kein anderes als die Sturmwind. Selbst der Oberste Seewächter Amerto erkannte uns, hatten wir damals doch für einige Aufregung gesorgt. Er gab uns zusammen eine größere Kabine, reisen wir doch jetzt nicht mehr als Krieger, sondern als freie Männer. Unsere Abfindungen reichen, um mehrmals heimkehren zu können, doch habe zumindest ich das nur einmal vor.

Es ist kaum zu beschreiben, wie dankbar ich doch bin, dass Miruil und Couccinne mit mir kommen. Ich habe sie wahrlich als Freunde gewonnen, trotz aller Missstände und Meinungsverschiedenheiten. Mittlerweile würde es mir mein Herz brechen, sie zurücklasssen zu müssen, zumal ich stets um ihre Sicherheit besorgt sein würde. So aber reisen wir zusammen endlich wieder in die sichere Heimat. Und auch wenn sich dort dann unsere Wege trennen sollten, wird es nicht für lange sein, dessen bin ich mir sicher.

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Das gesamte Buch kann man auch gedruckt kaufen.

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