Analyse des Begriffs Freiheit bei Rousseau und Tocqueville

Der Begriff Freiheit bei Rousseau und Tocqueville

1. Einleitung

Jean Jacques Rousseau (1712 – 1778) gehört in die Reihe der Staatstheoretiker, die von Thomas Hobbes1 begründet und von Montesquieu verfeinert wurde, welcher zahlreiche existente Staatsformen analysiert hatte und den auch Rousseau gerne mal als Inspiration erwähnte. Er wird gerne als Wegbereiter der Französischen Revolution bezeichnet, welche er allerdings selber nicht mehr erlebte und auch nie in dieser Art gut geheißen hätte. Montesquieus Prinzip der Gewaltenteilung fand eben in diesem Frankreich und auch in Amerika mit als erstes Verwendung, wobei letzteres dann auch Alexis de Tocqueville (1805 – 1859) nach der Revolution in seinem Buch „Über die Demokratie in Amerika” genauer analysieren konnte. Rousseau sprach in seinem Buch „Der Gesellschaftsvertrag” von dem Naturzustand, aus dem der Mensch sich zum Schutze und zur Stärkung zusammenschließen müsse. In diesem Zusammenhang sah er verschiedene Arten der Freiheit. Welche genau, möchte ich hier aufzeigen. Rousseau war ein Anhänger der Gleichheit und Gegner der Aristokratie, derweil Tocqueville ein starker Anhänger der Freiheit war, egal in welcher Staatsform. Über sich selber sagte er auch: „Ich glaube, ich würde die Freiheit in allen Zeiten geliebt haben; in der Zeit aber, in der wir leben, fühle ich mich geneigt, sie anzubeten.”2 Allerdings sah er auch die Freiheit bedroht. Diese Arbeit soll beleuchten, was für Arten von Freiheiten Rousseau vorschwebten und wie sie sich mit dem Gesellschaftsvertrag vereinbaren, selbiges dann am praktizierten Beispiel Amerika geschildert von Tocqueville sowie dessen Ansicht zur Freiheit im Vergleich mit Rousseau untersuchen. Auch soll gezeigt werden, warum Tocqueville die Freiheit für bedroht hielt. Zuletzt sollen vor allem die Freiheitsbegriffe beider Autoren noch einmal verglichen werden, dabei die theoretischen Kategorien des Artikels „Freiheit” von Bernd Ladwig aus dem Buch „Politische Theorie” verwendend.

Interessant ist es auch, ob Pestalozzi Recht hatte, als er davon sprach, dass Rousseau Freiheit und Gehorsam getrennt hatte und es nun wieder zu vereinigen sei, da „die absolute Freiheit bloß Einbildung sei, die aber, in die Tat umgesetzt, zur totalen Versklavung führen müsse; wovor dann auch die großen französischen Staatsdenker des 19. Jahrhunderts, Alexis de Tocqueville und Benjamin Constant, warnten.”3 Hat Rousseau überhaupt getrennt? Gehört es zusammen? Und was sagte Tocqueville dazu? Dies nun im folgenden, beginnend mit Rousseau.

2. Rousseau

Kurz zusammengefasst kann man sagen: Menschen veräußern ihre natürliche Freiheit und schließen sich über einen Gesellschaftsvertrag zu einer Gemeinschaft zusammen für mehr Schutz und Ordnung. Die Gemeinschaft regiert und bildet den Staatskörper. Er kennt natürliche Freiheit des Individuums, bürgerliche Freiheit als Mitglied der Gemeinschaft.4

Man sollte vielleicht anfangs erwähnen, dass Rousseau selber meinte, die philosophische Bedeutung des Begriffs Freiheit sei nicht Teil seiner Arbeit.5 Doch sprach er gerne von der Freiheit, sie ist essentiell für seine Staatsauffassung und die Verwirklichung einer Gesellschaft und vieles lässt sich außerdem auch zwischen den Zeilen lesen und erschließen, was vor allem für den theoretischen Teil wichtig wird. Um also Rousseaus Auffassung von Freiheit auffinden und erklären zu können, muss man erstmal sein Werk lesen und verstehen was für Rousseau ein Miteinander, eine Regierung, ein Staat ist.

Der Naturzustand

Rousseaus einleitender Satz seines ersten Kapitels ist berühmt und viel zitiert, sagt es doch aber auch bereits viel über seine An- und Absichten aus: „Der Mensch wird frei geboren, und überall ist er in Ketten. Mancher hält sich für den Herrn seiner Mitmenschen und ist trotzdem mehr Sklave als sie.”6 Dies ist bereits eine Absage gegen das alte Modell von Hobbes, nach der das Volk ihre Freiheit einem einzigen Herrscher opfert. Doch dazu erst später mehr. Fangen wir von vorne an, beim Naturzustand.

Laut Rousseau ist die Natur des Menschen Selbsterhaltung. Was man durchaus nachvollziehen kann, existiert die Natur und alles in ihr doch eigentlich auch nur zur Sicherung des eigenen Fortbestandes. Alle Menschen werden nach Rousseaus Meinung frei geboren und veräußern ihre Freiheit freiwillig und nur um ihres Nutzens willen.7 Auch kann man sogar nur seine eigene Freiheit veräußern, nicht zum Beispiel die seiner Kinder, denn diese „werden als Menschen und als Freie geboren” und auf „seine Freiheit verzichten, heißt auf seine Menschheit, die Menschenrechte, ja selbst auf seine Pflichten verzichten.”8 Also warum sollte man es denn dann überhaupt tun? Wozu denn überhaupt seine Freiheit veräußern, sprich, auf sie verzichten? Nun, ein Mensch kann bekanntermaßen schlecht alleine in der Welt leben beziehungsweise kommt es oftmals vor, dass viele Menschen auf einem Haufen leben und dann irgendwie auch miteinander leben müssen. Dies wird durch den Gesellschaftsvertrag geregelt, aber dazu mehr unten.

Hobbes beschrieb einst den Naturzustand des Menschen noch als einen Kampf aller gegen alle, Rousseau sah es etwas weniger bedrohlich und beschrieb es schlicht als den natürlichen Zustand, den Naturzustand, noch ohne Kämpfe, allein im Vorhandensein natürlicher Freiheiten, in dem der Mensch „sein Leben auf eigene Verantwortung”9 führt. Die natürliche Freiheit bedeutet fehlende Abhängigkeit oder Unterordnung anderen gegenüber.10 Freiheit ist für Rousseau schlicht ein freies Leben, doch der Mensch als solcher ist immerhin bestimmt für ein politisches Leben, ein Miteinander, und dieses Miteinander ist künstlich zu schaffen, wogegen allerdings das Vermögen der Freiheit strebt, denn „wenn […] der einzelne sich diese Freiheit nimmt, um sein Leben nach eigenem Ermessen zu führen, also unbeschränkt frei zu sein, so stößt er auf den Freiheitsdrang der anderen, der sich ebenso allmächtig machen will. So kommt es zum Kampf aller gegen alle mit seinem Faustrecht und der Blutrache”11 wie von Hobbes beschrieben, dagegen nicht von Rousseau, denn dieser sah es ja weniger blutig. Zur Selbsterhaltung und dem Fortbestand von sich selber sowie der ganzen Gattung Mensch schließt man sich nun laut Rousseau zusammen, ordnet individuelle Freiheiten in eine allgemeine Ordnung, um aber seine Freiheit nicht komplett zu verlieren, geht nur: „alle Macht muß vom Volke ausgehen”.12 So kann man dann auch seine Freiheit behalten, aber dazu ebenfalls unten mehr.

Der Gesellschaftsvertrag

Der Zusammenschluss passiert nach der Ansicht von Rousseau über einen Vertrag, den so genannten Gesellschaftsvertrag: Menschen müssen ihre Kräfte vereinen um stärker zu sein. Doch warum, so fragte Rousseau sich, kann man dazu seine eigene Freiheit hergeben?13 Und „läßt sich der bourgeois, der Verfechter seiner Interessen, in den citoyen, den ganz allein vom Gemeinwohl geleiteten Staatsbürger verwandeln, ohne daß Bewegung und Fortschritt, die kraft der Freiheit des einzelnen leben, erstickt werden?”14 Und wie „findet man eine Gesellschaftsform, die mit der ganzen gemeinsamen Kraft die Person und das Vermögen jedes Gesellschaftsgliedes verteidigt und schützt und kraft dessen jeder einzelne, obgleich er sich mit allen vereint, gleichwohl nur sich selbst gehorcht und so frei bleibt wie vorher?”15

Dies erledigt nun der Gesellschaftsvertrag, wie bereits erwähnt, und wird dieser einmal gebrochen, erhält man augenblicklich seine natürliche Freiheit zurück.16 Der Gesellschaftsvertrag vereint die Menschen zu einer Gesamtheit, bei der jeder sich selbst unter die Leitung des gemeinschaftlichen, allgemeinen Willen stellt.17 Alle Menschen werden also gleich, sind gleich an der Regierung beteiligt, haben die gleichen Rechte und gleichen Freiheiten. Diese Gleichheit und diesen allgemeinen Willen sah Tocqueville später in Amerika aber als Gefahr und Bedrohung der Freiheit, doch dazu weiter unten. Wer diese Unterwerfung unter den Allgemeinwillen nicht will und der Allgemeinheit nicht gehorcht, wird halt von ihr zur Freiheit gezwungen, welche die Allgemeinheit stellen kann, denn laut Rousseau ist die Freiheit die Bedingung, die verhindert, dass man abhängig wird von irgendetwas und nur durch diese Unabhängigkeit seiner Glieder kann ein Staat stark bleiben.18

Im Gesellschaftsvertrag gibt man also seine natürliche Freiheit auf, doch dafür erhält man im Austausch die so genannte bürgerliche Freiheit sowie die sittliche Freiheit im Sinne von moralischen Normen, der Ethik, wovon letztere auch nur die Menschen zum Herrn über sich selbst macht. Denn Selbstdisziplin scheint für Rousseau auch eine Freiheit zu sein, und so ist „Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, […] Freiheit.”19 Und er will einen Staat „in dem jeder einzelne sein Selbst ungestört und ungeschmälert darleben kann, also vollkommen frei ist”20

Freiheit durch Gleichheit

Wie nun bereits erwähnt fordert Rousseau also, dass man Teil des Ganzen wird, in der Allgemeinheit aufgeht und sich dessen Willen unterwirft. Er selber formulierte dazu aber bereits folgende Frage: „Wie kann ein Mensch frei sein und doch gezwungen, sich Willensmeinungen zu fügen, die nicht die seinigen sind? Wie können die Opponenten frei und zugleich Gesetzen unterworfen sein, denen sie nicht zugestimmt haben?”21 Warum also ordnet man sich den Meinungen anderer unter? Doch das tut man laut Rousseau ja auch überhaupt nicht, in Wirklichkeit befolgt man seinen eigenen Willen, denn der Mensch hat ja den Willen der Allgemeinheit als seinen eigenen angenommen, denn der „beständig in Kraft bleibende Wille aller Staatsmitglieder ist der allgemeine Wille; durch ihn sind sie erst Staatsbürger und frei”22, also ist die eigene Meinung sozusagen gleich dem Allgemeinwillen und umgekehrt und: „Hätte meine Einzelstimme die Oberhand gewonnen, so hätte ich etwas ganz anderes getan als ich gewollt; gerade dann wäre ich nicht frei gewesen.”23 Man ist also frei und doch unterworfen wenn man Teil der Allgemeinheit ist. Jeder Bürger muss vom anderen unabhängig aber vom Gemeinwesen abhängig sein.24 Und ein politischer Körper beruht stets sowohl auf Gehorsam als auch auf Freiheit, weshalb man auch nie die Macht teilen dürfe sondern alle sie tragen müssen.25 Aber das höchste Wohl aller Gesetzgebung bleiben hierbei stets Gleichheit und Freiheit. An diesem Punkt, Gleichheit und Freiheit, rieben sich später viele seiner Nachfolger und Kritiker und sahen darin eine Gefahr. Dazu mehr bei Tocqueville.

Freiheit und Knechtschaft

Doch laut Rousseau ist dies auch noch nicht als Knechtschaft aufzufassen. Rousseau unterscheidet nämlich zwischen unfreiwilliger und eher physischer Knechtschaft, der Sklaverei, und der freiwilligen und eher psychischen bei der Einwilligung zum Gesellschaftsvertrag und Unterordnung unter den Allgemeinwillen. Rousseau ist hierbei strikt gegen die Sklaverei, gegen unfreiwillige Wegnahme der Freiheit, denn die „Sklaven verlieren in ihren Fesseln alles, sogar den Wunsch, sie abzuwerfen.”26 Und nichts ist so schlimm wie die unfreiwillige Aufgabe der Freiheit. Auch ist weder ein ganzes Volk in der Lage seine Freiheit zu veräußern27, noch kann man, wie bereits erwähnt, die Freiheit seiner Kinder veräußern, sind diese doch eigene Menschen und für sich selber verantwortlich.28 Auch Geld und Kapitalismus stellen für Rousseau eine Form der Sklaverei dar, denn in „einem wahrhaft freien Lande tun die Bürger alles mit ihren Armen und nichts mit dem Gelde; weit entfernt, sich von ihren Pflichten frei zu machen, würden sie noch dafür bezahlen, sie persönlich zu erfüllen.”29 Dies, zusammen mit der Idee des Allgemeinwillen, klingt bereits sehr nach sozialistischen Ansätzen.

Rousseau überlegte hierbei auch, ob sich Freiheit denn nur durch Knechtschaft behaupten ließe. Seine Antwort dazu lautete: vielleicht. Manchmal sei man nur deshalb frei, weil jemand anders unfrei ist. Hierzu führte er das Beispiel des antiken Sparta an. Moderne Völker dagegen hätten allerdings vielleicht keine Sklaven mehr, sind sich aber ihre eigenen. Die Freiheit der Sklaven erkaufen sie mit ihrer eigenen, was Rousseau eher für feige denn für menschlich hält. Doch Sklaverei findet er deshalb trotzdem nicht rechtens. Er sah bloß, dass moderne Völker statt Sklaven nun Volksvertreter hätten anstatt das Volk selber regieren zu lassen und deshalb unfrei wären.30 Denn das Volk muss stets seine Gesetze selbst bestätigen können. Als Beispiel führt er hierbei die Engländer an: „Das englische Volk wähnt frei zu sein; es täuscht sich außerordentlich; nur während der Wahlen der Parlamentsmitglieder ist es frei; haben diese stattgefunden, dann lebt es wieder in Knechtschaft, ist es nichts.”31

Fazit

Zusammenfassend gesagt also: Rousseau scherte sich nicht um die philosophische Bedeutung des Begriffes Freiheit, verwendete ihn aber oft und in drei Arten: der natürlichen, die man opfert um dafür die bürgerliche und die sittliche zu bekommen. Um diese zu erlangen muss man dem Allgemeinwillen Gehorsam schwören, doch er ist stark gegen Sklaverei, der Gehorsam muss sozusagen freiwilligen sein.32 Und nur durch Gehorsam und Gleichheit kann die Freiheit erhalten werden.

Und nun die Überlegungen und Beobachtungen, die nicht allzu viele Jahre später Tocqueville nach der Revolution anstellen konnte.

3. Tocqueville

Tocqueville lebte später als Rousseau, zu einem Zeitpunkt, als die Revolutionen bereits stattgefunden hatten und Demokratie in der Welt großen Anklang fand. Doch im Gegensatz zu Rousseau war er nicht der Ansicht, dass Gleichheit zum Schutz der Freiheit ausreicht, sondern dass diese sie auch gefährden kann. Und wie man dieser Gefährdung entgehen kann, versuchte er aufzuzeigen oder zumindest Denkanstöße zu geben.

Religiöser Freiheitsbegriff und freiwillige Knechtschaft

Tocqueville sollte den Liberalen zwar nahe gestanden haben, und mancher bezeichnet ihn sogar als radikalen Liberalen, unterschied sich aber von diesen „vor allem durch seinen Freiheitsbegriff, der im Religiösen wurzelt.”33 Und tatsächlich beginnt er sein Werk gleich mit einer Exkursion über Freiheit und Religion. Laut ihm müssten nämlich Freiheit und Religion zusammenarbeiten, auch Anhänger der Freiheit sollten sich der Religion zuwenden statt sie zu bekämpfen und gläubige Christen wären bestimmt für und nicht gegen die Freiheit nach Ansicht von Tocqueville.34 Er war der Auffassung, dass zu seiner Zeit religiöse Menschen die Freiheit bekämpfen würden und Anhänger der Freiheit die Religion und ähnlich unpassende, unstimmige und teilweise total irrige Gegenparteien bestehen würden, was nicht immer so war und eindeutig auch nicht so sein sollte.35 Ohne Religion, so Tocqueville, entstehen im Menschen mehr Zweifel an allem und vor allem auch an sich selber, was die Seele zermürbe und zur Knechtschaft führe.36 „Es kommt dann nicht nur vor, daß diese sich ihre Freiheit rauben lassen, sondern sie geben sie oft selbst preis”, und er bezweifelt, „daß der Mensch jemals eine völlige religiöse Unabhängigkeit und eine vollkommene politische Freiheit ertragen kann”37 denn ein Mensch, „ist er nicht gläubig, hörig werden, und ist er frei, gläubig sein muß.”38

So also war für Tocqueville die Freiheit von der Religion untrennbar. Doch neben Freiheit und Religion sind für ihn auch persönliche und gesellschaftliche Sitten, also quasi moralische Normen, wichtig, ebenso wie es dies auch schon für Rousseau war. So beschreibt er die einstigen Siedler in der neuen Welt, welche später Amerika sein sollte, als Menschen, die in Freiheit mit ihren Sitten neue Gesetze gefunden haben.39

Viele Arten von Freiheit und die Gefahr der Gleichschaltung

Im Gegensatz zu Rousseau unterscheidet Tocqueville nicht eine einzige grundsätzliche Art von Freiheit, sondern differenziert eher verschiedene persönliche und gesellschaftliche Freiheiten. So beschreibt er zum Beispiel die Gemeindefreiheit, nach der eine Gemeinde über sich selbst regieren darf, als die vom Staat am stärksten gefährdete Freiheit, welche zu ihrem Schutz ein Teil der Sitten werden müsste, verwoben mit den Denkweisen der Menschen.40

Tocqueville meinte zu sehen, dass früher nur wenige Menschen für die Freiheit und gegen Sklaverei kämpften, was er aber eindeutig für besser hielt, während dagegen zu seinen Zeiten viele die ihnen eigentlich unbekannte Knechtschaft verherrlichten und damit die Freiheit bekämpften, auch wenn sie eigentlich vom Ansinnen her edel seien.41 Ob er damit auch die von Rousseau geforderte Unterwerfung des Einzelnem dem Allgemeinwillen gegenüber meinte? Denn dies sah er eindeutig als Gefahr, aber dazu unten. Möglicherweise bezog er sich aber auch nur auf die Vorgänge und Überlegungen der Zeiten der Revolution.

Ähnlich wie Rousseau es einst gefordert hatte sah Tocqueville zu seiner Zeit in Amerika eine Volkssouveränität als Herrschaft, in der jeder ein „gleiches Glied der Herrschaft”42 und damit Teil der Regierung ist, die Bürger den Bürgerpflichten untertan, in ihren Privatangelegenheiten aber völlig frei sind.43 Also ganz nach dem geforderten Ideal von Rousseau. Was Tocqueville aber auch ein wenig als Gefahr der Gleichschaltung sah, in der die Mehrheit die Minderheit unterdrücken könnte und würde.

Die Vereinigungsfreiheit

Für sehr wichtig erachtete Tocqueville von dem von ihm erwähnten Freiheiten die Vereinigungsfreiheit. Die Menschheit an sich sowie ein Volk im Speziellen habe bereits von Natur aus das Recht sich zu vereinigen und zusammenzuschließen, was eines der natürlichsten Dinge der Welt sei. Diese Vereinigungen führen zu Parteien, was er als sehr ähnlich der Meinungsfreiheit empfindet.4445

Weiterhin empfand Tocqueville die Pressefreiheit als wesentlichster „Baustein, sozusagen der erste Grund der Freiheit[…]. Ein Volk, das frei bleiben will, hat daher das Recht, zu fordern, daß man die Pressefreiheit unter allen Umständen achtet. Aber die unbeschränkte Vereinigungsfreiheit darf auf der politischen Ebene nicht mit der Freiheit der Meinungsäußerung vollständig zusammengeworfen werden. Die eine ist weniger notwendig und zugleich gefährlicher als die andere”46, denn die Vereinigungsfreiheit kann ein Volk einschränken, muss es manchmal aber auch sogar. So stellt die Vereinigungsfreiheit einen notwendigen „Schutz gegen die Tyrannei der Mehrheit”47, bei der eine herrschende Partei Schutz gegen eine andere ist und umgekehrt. Und das braucht man nach ihm, denn die Allmacht der Mehrheit wäre eine Gefahr und ist deshalb einzuschränken, die Vereinigungsfreiheit schwächt gar das moralische Gewicht der Mehrheit.48

Gleichzeitig ist die Vereinigungsfreiheit die letzte Freiheit, die ein Volk ertragen kann, da wegen ihr die Gefahr der Anarchie bestehen würde (wenn sich viele gegensätzliche Parteien vereinigen, so dass alles nun handlungsunfähig wird oder es zur Gewalt kommt), sich eine Mehrheit schwer bilden kann und Unerfahrene an der Macht leicht zu Gewalt und Missbrauch greifen könnten49, doch gleichzeitig bietet sie guten Schutz gegen Verschwörungen. Neben der Handlungsfreiheit empfand Tocqueville sie als das natürlichste Recht des Menschen um gemeinschaftlich handeln zu können und als so unveräußerlich wie alle persönliche Freiheiten.50

Demokratie erstickt geistige Freiheit, erhält aber andere Freiheiten

Tocqueville erkannte in Amerika eine kaum vorhandene geistige Freiheit und deshalb auch kaum literarische Genies.51 Er beschuldigte die Demokratie, die geistige Freiheit ersticken zu können, wenn es zu einer absoluten Macht der Mehrheit komme; einem neuen Übel, einer neuen Abart der Knechtschaft.52 Um einen anderen Weg als die Mehrheit gehen zu können, müsste man sozusagen auf seine Menschenrechte und -qualität verzichten.53 Also wurzelt er die Freiheiten bereits in den Menschenrechten. Trotz diesen Bedenken befürwortet er weiterhin die Demokratie, denn demokratische Institutionen sieht er als Mittel an um frei zu sein.54 Und es “ist zwar richtig, daß jeder Mensch, der eine Anschauung aus der Hand eines anderen empfängt, seinen Geist unterjocht; es handelt sich hier jedoch um eine heilsame Hingabe, die es erlaubt, von der Freiheit einen guten Gebrauch zu machen.”55 Um dies zu unterstreichen führte er das Beispiel der Philosophen an, die von anderen lernen können und sich auf nur einen Gegenstand konzentrieren, um ihn völlig erfassen zu können, statt bei allen auf einmal alle nur anschneiden zu können.

Gefahr des Individualismus und freiheitliche Institutionen als Schutz

Letztlich sah er noch eine große Gefahr im aufstrebenden Individualismus. Tocqueville unterschied zwischen Egoismus, einer übertriebenen Eigenliebe, und dem neuartigen, wohl seiner Ansicht nach erst seit wenigen Jahren vorhanden Individualismus, bei welchem eine Einzelperson sich von der Masse isoliert und in einer Art eigenen kleinen Gesellschaft lebt56, eine neue Art Freiheit, die er in Amerika und der Demokratie fand. Als individuelle Freiheit mag es noch gar nicht so schlecht sein, doch nach Ansicht von Tocqueville zerstöre der Individualismus nun aber staatsbürgerliche Tugenden, danach alle anderen verbliebenen Tugenden und führe somit schließlich und letztendlich zum Egoismus.57 Und wie ja schon gezeigt, ist dieser eines der größten Übel. Denn Egoismus ist das liebste Kind vom Despotismus, der den Egoismus seiner Bürger will, damit niemand sich gegen ihn

zusammentun kann. Und die Demokratie führe nun einmal zum Egoismus und damit auch zum Despotismus, weshalb man besonders in der Demokratie freiheitliche Institutionen benötige, durch welche auch Amerika den Individualismus überwand.58 Denn um den Individualismus und auch alle anderen Gefahren, welche der Freiheit durch die ansteigende Gleichheit drohten überwinden zu können, benötigt man laut Tocqueville eben diese freiheitliche Institutionen. Freiheitliche Institutionen sind solche, wie die bereits erwähnten Freiheiten Vereinigungsfreiheit, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, aber auch Aufgaben wie die Selbstregierung und -verantwortung im kleinen Kreise, denn Staatsbürger brauchen auch vor allem solche kleine Aufgaben um nicht dem Staat und den Mitbürgern gegenüber gleichgültig zu werden. „Lokale Freiheiten also, die das ständige estreben der Bürger wecken, die Liebe ihrer Nachbarn und Nächsten zu erwerben, führen die Menschen zur Gemeinschaft und zwingen sie ständig, trotz der Neigungen, die sie trennen, sich gegenseitig zu helfen.”59 Freiheitliche Institutionen erinnern daran, dass man in einer Gemeinschaft lebt und anderen nützlich sein muss, ohne Hass sondern mit Wohlwollen. Zuerst notwendig, dann freiwillig gemeinschaftlich.60

Fazit

Zusammenfassend gesagt: Tocqueville ging ebenso wie Rousseau von 3 Arten von Freiheiten aus, differenzierte diese aber noch stark in einzelne Freiheiten und ging dabei vor allem davon aus, dass natürliche Freiheiten nicht veräußerlich seien und die Freiheit stark in der Religion wurzelt. Gegen Sklaverei war er ebenso wie Rousseau und sah im Gegensatz zu diesem in der Herrschaft des Allgemeinwillens eine starke Gefahr unterjocht zu werden und damit die Freiheit zu verlieren, welche in der Demokratie und damit Gleichheit durch freiheitliche Institutionen geschützt werden müsse.

4. Der theoretische Begriff Freiheit nach Bernd Ladwig

In dem Buch „Politische Theorie” untersucht in einem Artikel Bernd Ladwig kurz den Begriff Freiheit, nach dem sich jeder angeblich sehnen würde, aber keiner genau weiß was er denn nun eigentlich ist. Die grundsätzlichen Positionen61 von Freiheit seien negative und positive Freiheit. Negative ist dabei die Freiheit von Zwang, Freiheit von irgendetwas, besonders staatlichen übergriffen und meist per Katalog oder Gesetz geregelt und festgelegt.62 Es ist also eine Freiheit, die

man von jemand anderem bekommen hat, und über die man selber kaum bestimmen kann.

Positive Freiheit dagegen verleiht dem Träger dieser Freiheit die Möglichkeit nach den eigenen Geboten der Vernunft zu handeln, von sich selber regiert zu werden, sich selbst zu verwirklichen und nicht in Abhängigkeit von jemand anderem. Die positive Freiheit ist aber verbunden mit Gesellschaft, da man nur in der Gesellschaft ja leben kann. Und deshalb ergibt sich auch die Frage, ob man, wenn man selber korrekt frei lebt, dieses auch sozusagen anderen aufzwingen kann oder sogar muss, um ihnen den rechten Weg zu zeigen.63

Andere Autoren formulierten andere Positionen, im Grunde genommen lies es sich aber immer auf diese Ausgangsposition reduzieren. Eine weitere Position (nach G. C. Maccallum) ist zum Beispiel in Form einer Abwandlung die der dreistelligen Relation: x ist frei von y um z zu tun. Dieses sollte auch als Gegenposition verstanden werden, nach der es eigentlich nicht zwei Arten von Freiheit gibt, sondern nur eine, die unterschiedlich ausgelegt werden kann, je nachdem ob es dem Autoren wichtiger ist zu sagen, wovon man frei oder wozu man frei ist. Dadurch ist die Position der negativen und positiven Freiheit also nur ein Unterpunkt dieser Formel.64

Unterschiedliche Positionen hierbei ergäben sich nach Ladwig aus Gründen der unterschiedlichen Gewichtung von so genannten Hindernissen.: äußere und innere, natürliche und unnatürliche, wie Naturkatastrophen, Naturgesetzen, Zwang durch einen Herrscher oder Mangel an Bildung. Die Freiheit wird hier als Wert angesehen, der durch solche Hindernisse beschränkt wird. Handlungsfreiheit reicht hier aber noch nicht, um frei zu sein, sondern auch Willensfreiheit.65 Dies sind bereits zwei Punkte, die wir ja auch bei Tocqueville gesehen haben.

Andere Autoren, vor allem Liberale, vertreten die Ansicht, nur wer fremd regiert wird ist unfrei, dies einst vor allem bezogen auf Sklaven und ähnliche, der Rest dagegen heißt frei und hat die Möglichkeit nach eigenen Vorstellungen zu handeln. Man spricht deshalb auch gerne von Verträgen, wenn man sich dem Willen anderer freiwillig unterwirft.66 Doch solche Verträge werden nun mal nicht immer freiwillig eingegangen. Weiterhin gäbe es, nach Rawls, gerechte Freiheit der Gleichheit, also wenn auch Gleichheit besteht.67

Und schließlich noch lebt man als Mensch nicht allein, sondern in einer Gesellschaft, man braucht eine Ordnung zur Regelung der Gesellschaft und damit auch der vorhanden Freiheit, was klassisch in den Sinn der positiven Freiheit gehört.68

Und nun zu der Einordnung von Rousseau und Tocqueville in diese Kategorien, falls dies möglich ist.

5. Vergleich der Freiheit bei Rousseau und Tocqueville

Wie gezeigt wollte Rousseau eigentlich nicht über den philosophischen Begriff Freiheit sprechen, dasselbe tat auch Tocqueville. Trotzdem ging es bei Rousseaus Gesellschaftsvertrag aber hauptsächlich um die Frage der Freiheit im Sinne des Freiseins trotz geregelten Zusammenlebens. Vor allem auch im Sinne der Veräußerung der persönlichen Freiheit, der Freiheit zu tun und zu lassen was man will ohne sich jemanden beugen zu müssen, im Austausch gegen die bürgerliche Freiheit, die Freiheit in der Gesellschaft zu leben wie man will, die aber gleichzeitig mit Pflichten und Gehorsam verbunden ist, sowie der sittlichen Freiheit, was er als Freiheit der Befolgung des eigenen Willens ansah. Tocqueville später kannte ähnliche Ansätze, sah auch persönliche Freiheiten, die er aber für unveräußerlich hielt, sowie bürgerliche und sittliche.

Im Gegensatz zu dem, was Pestalozzi sagte, trennte Rousseau zwar den Gehorsam von der Freiheit, aber nur rein begrifflich, denn für ihn war der Gehorsam dem Allgemeinwillen gegenüber weiterhin Bedingung, um überhaupt frei sein zu können. Dieser Gehorsam lässt aber trotzdem Freiheit, da Rousseau strikt gegen Sklaverei war. Rousseau unterschied also zwischen physischen und psychischen Freiheiten, ohne diese jedoch explizit zu erklären. Tocqueville war ebenso gegen die Sklaverei, doch ebenso gegen eine Gleichheit im Sinne von Rousseaus Ansätzen, da er darin eine große Gefährdung eben dieser Freiheit sah, ganz im Gegenteil zu Rousseau. Rousseau meinte, die Gleichheit könne die Freiheit schützen, derweil Tocqueville der Ansicht war, dass die gleichheit sie nur gefährden würde und man freiheitliche Institutionen braucht, die Freiheit zu schützen.

Rousseaus Freiheit ist vor allem eine positive Freiheit, eine Freiheit in der Gesellschaft, die Selbstregierung einer Gesellschaft. Gleichzeitig weist er aber auch Züge der negativen Freiheit auf, vor allem dadurch, dass er einen Vertrag bemüht als freiwillige Einwilligung zu Verpflichtungen. Ebenso gibt es Parallelen zu den Libertären, da er stark gegen physische Einschränkungen wie Sklaverei ist. Wie man sieht, ist doch nicht alles ganz einfach Schwarz und Weiß sondern verschwimmt.

Tocqueville war ein starker Anhänger der Freiheit, welche für ihn aus Glauben und Religion entsprangen. Er sah in der Freiheit in erster Linie die physischen Aspekte, also Freiheit von Sklaverei und ähnlichem. In zweiter Linie sah er aber auch die immateriellen Freiheiten und unterschied da zwischen vielen verschiedenen Arten. Die persönlichen Freiheiten seien die unveräußerlichsten und immer vorhanden, doch wie genau sie aussehen sagte er nicht. Als nächstes wichtiges sah er Handlungsfreiheit und Meinungsfreiheit und aus letzterer ergeben sich Pressefreiheit und Vereinigungsfreiheit. Besonders letztere sah er als wichtig für die Freiheit des Menschen im Staate an. Die Gemeindefreiheit sei am stärksten von staatlichen Übergriffen bedroht und die geistige Freiheit ein seltenes Gut. Er sah viele der Freiheiten als von Natur gegeben an und somit sozusagen als Menschenrechte, als grundsätzliche Rechte des Menschen. Die Freiheit sei wichtig für den Staat und deshalb durch freiheitliche Institutionen zu schützen, und er war gegen Knechtschaft, ob freiwillig oder unfreiwillig. Er sah die Möglichkeit, dass die Mehrheit die Minderheit unterdrückt wenn wirkliche die Allgemeinheit regiert, da nie alle die gleiche Meinung haben. Interessanterweise war Tocqueville dabei für die Bildung von Parteien, weil er darin die Möglichkeit sah eine gefährliche Herrschaft der Mehrheit zu verhindern, derweil Rousseau dies eher ablehnte, vor allem auch, weil diese dann das regieren übernehmen würden, während die Bürger irgendwann dem Staat gleichgültig gegenüber stehen würden. Insofern betrachtete er Parteien als Bedrohung der Freiheit, nicht als Sicherung.

Insofern folgte Tocqueville Rousseau in einigen Punkten, formulierte hierbei die Beschreibungen der Arten von Freiheit wesentlich mehr aus, doch sah auch die Gefahr der Tyrannei der Mehrheit, die Rousseau nicht gesehen hatte beziehungsweise die er sogar fast schon gefordert hat. Tocquevilles Auffassung von Freiheit war insofern auch eher eine positive, doch stärker als die von Rousseau formulierte im Sinne des Schutzes des Einzelnen und weniger im Sinne des Schutzes des gesamten Staates.

Man kann also sagen, dass Rousseau ein Verfechter der Gesamtheit war, in der der Einzelne frei leben kann, derweil Tocqueville eher auf den Einzelnen sah, aber beide waren darin konform, dass Freiheit und Zusammenleben eng zueinander gehören. Beide aber definierten ihren Begriff der Freiheit nicht wirklich, weshalb vor allem Tocqueville mal so aber auch mal so ausgelegt werden kann, meist dagegen als liberal oder schlicht Anhänger der negativen Freiheit.

6. Schluss

Diese Arbeit zeigte den Freiheitsbegriff bei Rousseau und Tocqueville und verglich ihn miteinander

sowie mit der theoretischen Auffassung des Begriffes. Dies wurde hoffentlich in den vorangegangenen Punkten deutlich und sollte deshalb hier nicht wiederholt werden müssen. Beide stehen sich dabei eigentlich ziemlich nahe, nur war Tocqueville wesentlich engagierter darin, nicht nur von der Freiheit an sich zu sprechen, sondern sie auch zu differenzieren. Die Frage, ob Pestalozzis Vorwurf gerechtfertigt war, dürfte auch bereits geklärt wurden sein: tatsächlich hat Rousseau die Begriffe Freiheit und Gehorsam voneinander abgegrenzt, sie aber ebenso zusammen als notwendig verwendet. Insofern ist fragwürdig, wie Pestalozzi überhaupt zu dieser Ansicht kam. Zum Schluss noch einmal eine kurze Zusammenfassung für alle, die den Hauptteil kaum verfolgt haben. Rousseau kannte vor allem 3 Freiheitsbegriffe: der natürliche wird dem bürgerlichen sowie den sittlichen geopfert wenn man in folge des Gesellschaftsvertrages einer eben solchen beitritt. Er wollte nicht über den philosophischen Sinn sprechen, sein Begriff weist aber vor allem starke Tendenzen zur positiven Freiheit auf. Tocqueville sah dieselben grundsätzlichen Arten von Freiheit, aber viele weitere als Unterpunkte zu diesen auf und sah die natürlichen Freiheiten als unveräußerlich. Im Gegensatz zu Rousseau sah er in einer Macht der Mehrheit und Unterwerfung unter den Gemeinwillen eine starke Gefahr zu Tyrannei, welche durch freiheitliche Institutionen einzuschränken sei. Im Grunde genommen könnte man aber Tocquevilles Ansichten auch als bloße Fortführung und Verfeinerung von Rousseaus Gedanken betrachten.

7. Literaturverzeichnis

  • Bahner, Werner: Einleitung. In: Rousseau, Jean-Jacques: Der Gesellschaftsvertrag. 1981 Reclam Verlag, Leipzig.
  • Burckhardt, Carl J.: Vorwort von Carl J. Burckhardt. 1956. In: de Tocqueville, Alexis: Über die Demokratie in Amerika. 1985 Reclam Verlag, Stuttgart.
  • de Tocqueville, Alexis: Über die Demokratie in Amerika. 1985 Reclam Verlag, Stuttgart.
  • Göhler, Gerhard, Iser, Mattias , Kerner, Ina (Hrsg.). Politische Theorie. 22 Umkämpfte Begriffe zur Einführung. 2006 Vs Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden.
  • Ladwig, Bernd: Freiheit. In: Göhler, Gerhard, Iser, Mattias , Kerner, Ina (Hrsg.). Politische Theorie. 22 Umkämpfte Begriffe zur Einführung. 2006 Vs Verlag für Sozialwissenschaften,
    Wiesbaden.
  • Rousseau, Jean Jacques: Der Gesellschaftsvertrag. Oder die Grundsätze des Staatsrechtes. 1966 Reclam Verlag, Stuttgart.
  • Rousseau, Jean-Jacques: Der Gesellschaftsvertrag. 1981 Reclam Verlag, Leipzig.
  • Weinstock, Heinrich: Einleitung. In: Rousseau, Jean Jacques: Der Gesellschaftsvertrag. Oder die Grundsätze des Staatsrechtes. 1966 Reclam Verlag, Stuttgart.

Anmerkungen:

1Leviathan: fort vom Naturzustand, dem Krieg aller gegen alle, und alle Macht übertragen auf einen Souverän, zum Schutze der Gesamtheit.

2de Tocqueville, Alexis: Über die Demokratie in Amerika. 1985 Reclam Verlag, Stuttgart. S. 348.

3Weinstock, Heinrich: Einleitung. In: Rousseau, Jean Jacques: Der Gesellschaftsvertrag. Oder die Grundsätze des Staatsrechtes. 1966 Reclam Verlag, Stuttgart. S. 4.

4Vgl. Rousseau, Jean Jacques: Der Gesellschaftsvertrag. Oder die Grundsätze des Staatsrechtes. 1966 Reclam Verlag, Stuttgart. S.49.

5Vgl. Ebd., S.49.

6Ebd., S.30.

7Vgl. Ebd., S.31.

8Ebd., S.36.

9Weinstock, a.a.O., S.10.

10Bahner, Werner: Einleitung. In: Rousseau, Jean-Jacques: Der Gesellschaftsvertrag. 1981 Reclam Verlag, Leipzig. S. 9.

11Weinstock, a.a.O., S.10.

12Ebd., S.10.

13Vgl. Rousseau, a.a.O., S.42.

14Weinstock, a.a.O., S.4.

15Rousseau, a.a.O., S.43.

16Vgl. ebd., S.43.

17Vgl. ebd., S.44.

18Vgl. ebd., S.48.

19Ebd, S.49.

20Weinstock, a.a.O., S.21.

21Rousseau, a.a.O., S.154.

22Ebd., S.154.

23Ebd., S.154.

24Vgl. ebd., S.91.

25Vgl. ebd., S.136.

26Ebd., S.32.

27Und hiermit ist er stark gegen die Meinung von Grotius, auf die ich hier aber nicht weiter eingehen kann und will

28Vgl. ebd., S.35f.

29Ebd., S.138.

30Vgl. ebd., S.141f.

31Ebd., S.140.

32ist es in der Praxis aber oft nicht – denn wer kann sich schon aussuchen in welche Gesellschaft er geboren wird?

33Burckhardt, Carl J.: Vorwort von Carl J. Burckhardt. 1956. In: de Tocqueville, a.a.O., S.5.

34Vgl. de Tocqueville, a.a.O.,S.27.

35Vgl. ebd.,S.29.

36Dies erinnert an das Konzept der Freiwilligen Knechtschaft nach Étienne de La Boétie.

37Ebd.,S.227.

38Ebd.,S.228.

39Vgl. ebd.,S.36.

40Vgl. ebd.,S.51.

41Vgl. ebd.,S.28.

42Ebd.,S.56.

43Vgl. ebd., S.56f.

44Vgl. ebd., S.102.

45Übrigens sah Rousseau dagegen die Parteien als ein schreckliches Übel, das es zu bekämpfen galt.

46Ebd.,S.103.

47Ebd.,S.105.

48Vgl. ebd., S.107.

49Vgl. ebd., S.108.

50Vgl. ebd., S.106.

51Vgl. ebd., S.153.

52Vgl. ebd., S.224.

53Vgl. ebd., S.155.

54Vgl. ebd., S.197.

55Ebd., S.221.

56Vgl. ebd., S.238.

57Vgl. ebd., S.239.

58Vgl. ebd., S.243f.

59Ebd., S.245

60Vgl. ebd., S.247

61nach I. Berlin.

62Vgl. Ladwig, Bernd: Freiheit. In: Göhler, Gerhard, Iser, Mattias , Kerner, Ina (Hrsg.). Politische Theorie. 22 Umkämpfte Begriffe zur Einführung. 2006 Vs Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden. S.83

63Vgl. ebd., S.84.

64Vgl. ebd., S.85f.

65Vgl. ebd., S.86ff.

66Vgl. ebd., S.89.

67Vgl. ebd., S.91.

68Vgl. ebd, .S.95f.

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  1. […] nun eine Analyse der Auffassungen beider Autoren im […]