Kindergedicht01 Das Kind und der Ball

Ein Kind einst droben spielen wollt,
der Ball ihm jedoch runter rollt.
Der Ball, der rote, der miese,
er rollt entlang die abschüssige Wiese.

Schneller und schneller und immer mehr,
das Kind japst und eilt ihm hinterher.
Der Ball, er springt, er rollt, er fällt,
genau wie’s dem Abhang nun gefällt.

Hüpfend, jauchzend, das Kind nun rennt,
dabei die Lage jedoch völlig verkennt.
Die Flucht des Balles hier nimmt seine Wende,
denn wir befinden uns an des Hügels Ende.

Das Kind den Ball zwar sieht entrinnen,
doch denkt es sich nichts in seinem Köpfchen drinnen.

Es folgt ihm stetig weiter und weiter,
bleibt dabei immer noch heiter,
doch da, da tut der Abgrund sich auf,
und nichts mehr bremst seinen ewigen Lauf.

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