Kindergedicht02 Als dem Kind kalt war

Ein Kindlein mal im Kalten stand,
ganz unschuldig, rein, brav – und doch so kalt,
sich zu wärmen keinen Ort fand,
sollte drum nun finden sein Leben den Halt?

Es suchte ein Zimmer, ganz warm,
ging durch die Stadt, drohend düster sie war.
Diese kleine Maus, doch so arm,
fand ihr Loch, stets offen, hinter ’ner Bar.

Doch dem Kindlein kaum weniger kalt,
das Ende kam, in schlechter Beleuchtung.
Ein Mann sah’s, er dazwischen prallt,
und oh! gibt den Türen ihre Dichtung.

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